CLUB FORCE BERLIN

Ein Denkmal für die Clubkultur

Die Club­kul­tur der elek­tro­ni­schen Tanz­mu­sik hat ihren Ursprung in den legendären Wareh­ouse Raves in Man­ches­ter, Lon­don, Detroit und der schier gren­zen­lo­sen Frei­heit Ber­lins nach dem Mau­er­fall. Krea­ti­vität, Viel­falt, Offen­heit und Respekt sind Stich­wor­te, die unse­re elek­tro­ni­sche Tanz­mu­sik­kul­tur defi­nie­ren und die wie­der­um durch sie defi­niert wer­den.

Doch oft wird unse­rer Kul­tur Unrecht getan, ihre Bedeu­tung ver­kannt. Sie wird ver­ur­teilt, bevor­mun­det, belächelt, ihr gesell­schaft­li­cher Wert mit dem von Casi­nos oder Por­no­ki­nos gleich­ge­setzt. Viel zu sel­ten bekommt sie Gehör in den Sena­ten und Kul­tur­mi­nis­te­ri­en die­ses Lan­des.

Mit der Club Force Ber­lin möchten wir zum Umden­ken ein­la­den. Sie ist eine Kunst­in­stal­la­ti­on aus abgerüste­ten Armee­pan­zern, die sinn­bild­lich für die kul­tu­rel­le Rebel­li­on des wil­den Ber­lins steht. Auf ihrer stähler­nen Hülle trägt sie die Logos heu­ti­ger und auch frühe­rer sze­ne­prägen­der Clubs.

Wir setzen damit ein Denkmal für über 30 Jahre Berliner Clubkultur und deren beispiellosen positiven Einfluss auf die Stadt.

Pan­zer haben in der Ber­li­ner Kul­tur­sze­ne Tra­di­ti­on, wie etwa die Skulp­tu­ren der Muto­id Was­te Com­pa­ny oder DJ Taniths Pan­zer auf der Lovepa­ra­de 1994. Wir schaf­fen an unse­rer Instal­la­ti­on einen Ort zum Ken­nen­ler­nen und Ver­ste­hen, an dem sich Kul­tur­schaf­fen­de, Poli­tik und Bevölke­rung aus­tau­schen können. Dafür ver­an­stal­ten wir z. B. Dis­kus­si­ons­run­den direkt vor Ort. Wir wol­len Frie­den stif­ten und über Inhalt und Wirk­lich­keit unse­rer Kul­tur aufklären.

Club­kul­tur muss für alle erleb­bar sein, ver­stan­den und als das in der Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­men wer­den, was sie für vie­le Men­schen in der gan­zen Welt längst ist: eine leben­di­ge, vielfälti­ge Kul­tur und eine Berei­che­rung unse­res Zusam­men­le­bens.

Kul­tur geht nicht nur die Genera­ti­on 50+ etwas an und sie besteht nicht aus­schließ­lich aus Thea­ter, Oper, Kon­zert, Volks­fest oder Jazz-Fes­ti­val. Kul­tur ist auch unbe­quem, revo­lu­ti­onär und bewegt. Sie wird in frei­en Räumen geschaf­fen, sie ist Kunst, sie ist Pro­test und Kol­lek­tiv, Lei­den­schaft und Lebens­in­halt kurz: Kul­tur ist essen­zi­ell für unse­re Gesell­schaft.

 

Warum Panzer?

Die Pan­zer der Club Force Ber­lin sind nicht nur eine Hom­mage an die urba­ne Kunst­his­to­rie, kul­tu­rel­le Tra­di­ti­on und Frie­dens­be­we­gung, sie sym­bo­li­sie­ren auch die Wie­der­ver­ei­ni­gung und kul­tu­rel­le Neu­aus­rich­tung Ber­lins: durch den Zer­schnitt und die Neu­zu­sam­men­set­zung zu einer ein­zig­ar­ti­gen Skulp­tur geformt, gebran­det und bemalt mit 30 Jah­ren kul­tu­rel­ler Instanz.

MUTOID WASTE COMPANY – Schon 1989, als die bri­ti­sche Per­for­mance­kunst­grup­pe Muto­id Was­te Com­pa­ny um Joe Rush nach Ber­lin kam, erschu­fen sie aus Fahr­zeug­wracks legen­dä­re Skulp­tu­ren, dar­un­ter den “Käfer­mann” und den “Frie­dens­vo­gel” auf der alten Eisen­bahn­brü­cke am Land­wehr­ka­nal. Eines der bekann­tes­ten Monu­men­te die­ser Zeit war die „Tank­hen­ge“ – ein Tor aus drei alten Pan­zern, das pro­vo­ka­tiv vor dem Reichs­tag auf­ge­stellt wur­de.

PANZER AUF DER LOVEPARADE – Im glei­chen Jahr fand am 1. Juli die ers­te Lovepa­ra­de unter dem Mot­to „Frie­de, Freu­de, Eier­ku­chen“ statt – wobei das Wort „Frie­de“ für Abrüs­tung auf allen Ebe­nen stand, auch zwi­schen­mensch­lich. Ein paar Jah­re spä­ter erreg­te DJ Tanith auf der Lovepa­ra­de 1994 Auf­se­hen, als er einen aus­ge­mus­ter­ten rus­si­schen Pan­zer auf sei­nen Truck pack­te, den er von den Künst­ler­grup­pe Spi­ral Tri­be aus­ge­lie­hen hat­te. Damit woll­te er pro­gram­ma­tisch aber auch optisch einen Kon­tra­punkt set­zen, was wie­der­um wei­te­re Crews moti­vier­te, zur Jahr­tau­send­wen­de erneut einen Pan­zer auf­zu­fah­ren.

FRIEDENSBEWEGUNG – Das Umwid­men von Waf­fen und Kriegs­ge­rät hat in der Mensch­heits­ge­schich­te aber noch tie­fer rei­chen­de Wur­zeln, was an dem Bibel­zi­tat „Schwer­ter zu Pflug­scha­ren“ deut­lich wird: ein Sym­bol staats­un­ab­hän­gi­ger Abrüs­tungs­in­itia­ti­ven in der DDR, was auch von Tei­len der west­deut­schen Frie­dens­be­we­gung über­nom­men wur­de.

 

Ziel der Installation

Der fried­li­che Pro­test, der Ruf nach Respekt und Auf­merk­sam­keit in Form die­ser Instal­la­ti­on soll Forum und Aus­tausch bie­ten für Kul­tur­schaf­fen­de, Poli­tik und Gesell­schaft. Wir wol­len ver­ei­ni­gen und prä­sen­tie­ren, wir wol­len Gehör und Respekt für unse­re Kul­tur und Ver­gan­gen­heit. Eine Viel­zahl von Ver­an­stal­tungs­for­ma­ten ‚wie z. B. Podi­ums­dis­kus­sio­nen, wer­den direkt an den Pan­zern statt­fin­den. Club­kul­tur muss für alle erleb­bar sein, ver­stan­den und in der Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­men wer­den als das, was sie für vie­le Men­schen in der gan­zen Welt längst ist: eine leben­di­ge, viel­fäl­ti­ge Kul­tur und eine Berei­che­rung unse­rer Gesell­schaft.

 

Standort: Ex-Tresor Garten

Bei der Suche nach den rich­ti­gen Stand­ort waren uns drei Punk­te beson­ders wich­tig:

  1. gro­ße Öffent­lich­keit
  2. unmit­tel­ba­re Nähe zur Poli­tik
  3. Bezug zur Ber­li­ner Club­kul­tur

Mehr­wer­te für die Club­kul­tur – auf dem Gelän­de des ehe­ma­li­gen Tre­sor Gar­tens bekom­men wir sogar noch mehr:

  1. Einen Ort im Her­zen der Stadt, nahe dem Pots­da­mer Platz
  2. zwi­schen Kon­sum (Mall of Ber­lin) und Poli­tik
  3. mit rund 22 Mio. inter­na­tio­na­len Besu­chern jähr­lich
  4. in direk­ter Nach­bar­schaft zum Bun­des­rat, einem der höchs­ten poli­ti­schen Gre­mi­en Deutsch­lands
  5. am Ursprungs­ort eines der bis heu­te bekann­tes­ten Ber­li­ner Clubs, dem Tre­sor

Wir beset­zen die­sen für uns tra­di­ti­ons­rei­chen Ort mit unse­ren bun­ten Club Force Ber­lin-Pan­zern, bespie­len ihn wie­der mit unse­ren The­men und erobern uns damit unse­ren alten Kul­tur­stand­ort zurück.

Wir fol­gen damit auch der Tra­di­ti­on der Ber­li­ner Lovepa­ra­de, die in der Haupt­ein­kaufs­mei­le West­ber­lins, dem Kur­fürs­ten­damm, ihren Anfang nahm.

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