Halbzeit: Immaterielles Kulturerbe

+++ Sensibilisierung und Anerkennung des Schutzbedarfs +++ Politik unterstützt Idee Kultur anzuerkennen +++

Das Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren für Tech­no-Clubs ist auf­wen­dig, teu­er und ein­ge­schränkt. Nicht über­all dür­fen Clubs eröff­net wer­den. Recht­lich zäh­len die­se der­zeit noch als Ver­gnü­gungs­stät­te und wenn man eine so ein­ge­ord­ne­te Tanz­lo­ka­li­tät krea­tiv eröff­nen will, wird man behan­delt wie ein Bor­dell oder eine Spie­lothek. Mit Fol­gen: Neben Abstand zu ande­ren Ver­gnü­gungs­stät­ten, deut­lich höhe­ren Auf­la­gen zu Sicher­heit und Ord­nung, muss eine Ver­gnü­gungs­stät­te z.B. zehn­mal mehr Bei­trä­ge an Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten bezah­len. Die Bau­nut­zungs­ver­ord­nung lässt Clubs auch nicht in jedem Gewer­be- und Misch­ge­biet zu. Die Hür­den sind also hoch.
 

Antrag im Bundestag

Des­halb hat Rave The Pla­net schon 2019 den Antrag für die UNESCO vor­be­rei­tet, die elek­tro­ni­sche Tanz­mu­sik­kul­tur als imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be aner­ken­nen zu las­sen. Clubs sind kei­ne Ver­gnü­gungs­stät­ten im recht­li­chen Sinn, Clubs machen Kul­tur. Spiel­or­te der elek­tro­ni­schen Tanz­mu­sik dür­fen ande­ren Inter­es­sen von Nach­barn, Denk­mal­be­hör­den usw. nicht nach­ste­hen.
 
Am 13.01.2020 war es soweit: Mit der Bekannt­ma­chung unse­res Vor­ha­bens war die Reso­nanz extrem hoch. Mit Antrag 19/98832 hat dann die FDP im Bun­des­tag die Unter­stüt­zung unse­res Vor­ha­bens bean­tragt. Die Hoch­schu­le Cott­bus unter­stützt mit einem Team aus Wis­sen­schaft­lern unse­ren Antrag. Einer unse­rer Mit­ar­bei­ter bei Rave The Pla­net schreibt seit gut einem hal­ben Jahr an der wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­ge zum Schutz­gut.
 
 

Unterstützung aus Wissenschaft und Szene

Ande­re Autoren wie Hans Cous­to unter­stüt­zen uns und Clubs wie das Water­ga­te Ber­lin in Ber­lin ste­hen zur wei­te­ren Erfor­schung und Pra­xis­be­zug bereit. Wir arbei­ten zur Zeit also inhalt­lich am Antrag.
 
Am 20.06.2020 haben dann end­lich SPD, Die Grü­nen und Die Lin­ke unse­re Idee unter­stützt und beim Abge­ord­ne­ten­haus bean­tragt, Clubs als Kul­tur­stät­ten anzu­er­ken­nen und die Bau­nut­zungs­ord­nung ent­spre­chend anzu­pas­sen. Die recht­li­chen Zie­le kom­men also vor­an.
 
Ein wich­ti­ger Schritt: Sen­si­bi­li­sie­rung und Aner­ken­nung des Schutz­be­darfs sind getan. Halb­zeit sozu­sa­gen.

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